Umsatzsteuer – Endgültiges BMF-Schreiben zur Steuersatzsenkung

Das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz wurde am 30.06.2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (BGBL I, S. 1512ff.) und trat, wie bereits berichtet, zum 01.07.2020 in Kraft.

Zu den beschlossenen Maßnahmen gehört insbesondere auch die befristete Senkung der Umsatzsteuer im zweiten Halbjahr 2020 von 19 % auf 16 %. Hierzu hat das Bundesfinanzministerium (BMF) nun das mit den obersten Finanzbehörden der Länder abgestimmte begleitende BMF-Schreiben veröffentlicht.

Das endgültige BMF-Schreiben enthält insbesondere eine Nichtbeanstandungsregelung für einen zu hohen Steuerausweis in der Unternehmerkette. Eine solche Regelung wurde vom ZDH eingefordert, weil zu befürchten ist, dass die Umstellung in der Kürze der Zeit nicht realisierbar ist und Fehler zu Lasten der Unternehmen gehen würden. Nach der vorliegenden Nichtbeanstandungsregelung soll für Leistungen, die im Juli 2020 an einen anderen Unternehmer erbracht werden und für die ein zu hoher Steuerausweis erfolgt ist, nicht beanstandet werden, wenn die Rechnung hierfür nicht berichtigt wird. Noch wichtiger ist dabei, dass der Leistungsempfänger „aus Gründen der Praktikabilität“ die ausgewiesene Steuer in voller Höhe als Vorsteuer abziehen darf. Damit erhalten die Unternehmen für Umsätze mit anderen Unternehmern faktisch einen weiteren Monat Zeit, um ihre Prozesse umzustellen. Das BMF-Schreiben finden Sie hier.

 

 

 

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